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The World to Come

Mona Fastvold | US 2020 | 108 min | OV
Mit: Katherine Waterston, Vanessa Kirby, Christopher Abbott, Casey Affleck

Verschoben auf Frühjahr 2021!

Der Queer Lion Preisträger der Filmfestspiele Venedig 2020 war auch einer der schönsten Filme des heurigen Festivals, eine intensive Liebesgeschichte zwischen zwei Farmersfrauen im Amerika der 1850er-Jahre. Das magnetische Ziel des Begehrens in der unwirtlichen Wildnis ist Vanessa Kirby (The Crown, Portrait of a Woman), die als Shooting Star des Festivals gefeiert wurde.

1856 im Osten der USA. Das Bauernpaar Abigail (großartige Neuentdeckung: Katherine Waterstone) und Dyer (Casey Affleck, auch Produzent des Films) hat vor kurzem seine einzige Tochter durch Diphterie verloren. Abigail hat den Glauben an Gott verloren. Sie versucht das harte Siedler-Dasein zu bewältigen und findet Zuflucht in ihrem Tagebuch. Sie wünscht sich einen Atlas.

Als sich in der Nachbarschaft Finney (Christopher Abbott) und seine Frau Tallie (Vanessa Kirby) niederlassen, entsteht eine Freundschaft zwischen den beiden Paaren. Man trifft sich zum Essen, und vor allem Tallie ist immer öfter bei Abigail zu Besuch. Spätestens als Taillie ihr einen Atlas schenkt, wächst ihr Verhältnis über die übliche Nachbarschaftshilfe hinaus.

Die norwegische Regisseurin Mona Fastvold wirft einen weiblichen Blick auf die mythische Gründerzeit der USA, ähnlich Kelly Reichardt in „Meeks Cutoff“. Sie erzählt von den großen Entbehrungen, der psychischen Belastung und emotionalen Entfremdung dieser Frauen im Ausnahmezustand. Die Männer sind dabei aber keineswegs eindimensionale Bösewichte, sondern auf ganz andere Art nicht minder überfordert von der Situation. Diese Differenziertheit verdankt sich auch dem schauspielerischen Leistung von Casey Affleck und Christopher Abbott.

Wie das feministische Utopia, das in Céline Sciammas „Porträt einer jungen Frau in Flammen“ kurz aufblitzt, erschafft auch Fastvold eine Gegenwelt. Die wunderschönen, oft schon fast abstrakten 35mm-Winteraufnamen, Abigails Tagebucheinträge und ein großartiger Score von Daniel Blumberg und Peter Brötzmann verleihen dieser Welt eine lyrische, manchmal fast überirdische Qualität. Fastvold zeigt nicht nur von der Härte des Alltags, sondern auch vom weiblichen Begehren, vom Lachen, vom Lieben und von der tiefen Sehnsucht nach einer anderen Welt. Spätestens wenn am Filmende Josephine Foster von dieser zukünftigen Welt singt: Gänsehaut.

Filmfestival Venedig 2020: Queer Lion, Nave d’Argento for Best OTP

»A ravishingly beautiful love story .« The Guardian

»Exquisite. A lyrical exploration of female desire.« Variety

THE WORLD TO COME | Official Trailer I Bleecker Street

»Fastvolds Blick ist erstaunlich präzise, differenziert und zugleich gefühlsstark, auch in Hinsicht der Männer (Casey Affleck und Christopher Abbott) zeigt sie sich generös.« Der Standard

»It’s as simultaneously chilling and warming as a slug of ice-cold vodka, and just as liable to make your mind swim and eyes prick.« The Telegrapp

»Scripted with heightened literary cadences by Ron Hansen and Jim Shepard, the film is well crafted in every respect, and marks an acting career high for Katherine Waterston, as well as a fine showcase for the ever more impressive« Vanessa Kirby. Screen Daily

»THE WORLD TO COME is at its sharpest when trying to articulate the alchemy that happens when theory and sensation collide with each other and morph into something new.« IndieWire