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Dare To Stop Us

OT: Tomerareru ka, oretachi o
Kazuya Shiraishi | JP 2018 | 119 min | OmeU
Mit: Kisetsu Fujiwara, Ku Ijima, Arata Iura, Mugi Kadowaki, Shusaku Kamikawa, Kengo Kora

Violent Virgin und Running in Madness, Dying in Love, das sind die Titel der beiden Filme von Enfant terrible Koji Wakamatsu, die beim heurigen Japannual zu sehen sind. Der Regisseur dieser beiden schrägen Glanzstücke aus dem Jahre 1969, steht im Mittelpunkt dieses Biopics aus dem eigenen Hause der Wakamatsu Productions. Basierend auf der tatsächlichen Geschichte der jungen aufstrebenden Filmemacherin Megumi Yoshizumi, die bei Wakamatsu als Regieassistentin anheuert, werden wir mit den Produktionsbedingungen bei den Dreharbeiten zu den bekanntesten Werken aus der Wakamatsu Produktion in den späten 60er/frühen 70er Jahren vertraut gemacht. Ebenso näher gebracht wird uns der schwierige und exzentrische Charakter des Meisters Wakamatsu selbst, eher Tyrann als Genosse, voll männlichem Ego und herabwürdigendem Flair.

Mit seiner linksradikalen Gefolgschaft widmet er sich mehr und mehr dem politischen Kampf und offenbart dabei alle Widersprüche in denen sein wirrer Charakter verstrickt war. Seine besessene Zielstrebigkeit wirkt auf seine Umgebung wie blanke Rücksichtslosigkeit und manche seiner Mitstreitenden bleiben auf dem Weg zur besseren Gesellschaft und zum befreiten Kino auf der Strecke.

In diesem Jahr hat Regisseur Kazuya Shiraishi bereits fünf Filme abgedreht, The Devil’s Path (2013) war sein erfolgreichster. Der neue japanische Star am Schauspielhimmel ist Mugi Kadowaki (Hanagatami, 2018), die wir bei Japannual 2019 außerdem noch in Farewell Song und Samurai Marathon sehen können. Für Dare To Stop Us erhielt sie den Blue Ribbon Award als Beste Darstellerin und wurde beim Nikkan Sports Film Award nominiert.