Akashi
Japannual
Mayumi Yoshida | JP 2025 | 105 min | OmeUMit: Mayumi Yoshida, Hana Kino, Ryo Tajima, Sayaka Kunisada, Bun Kimura, Chieko Matsubara
Die in Vancouver lebende japanische Künstlerin Kana, kehrt nach zehnjähriger Abwesenheit nach Tokyo zurück, um an der Beerdigung ihrer Großmutter teilzunehmen. Dort im Kreise ihrer Familie fühlt sie sich einerseits willkommen, andererseits aber auch seltsam fehl am Platz, während der Kontrast zwischen ihrem Leben im Ausland und den Erwartungen, die hier an sie gestellt werden, immer schwerer zu ignorieren ist. Ihre künstlerischen Ambitionen sind nach wie vor ungewiss, und die Nachricht von einem weiteren abgelehnten Stipendienantrag zwingt sie dazu, die Richtung ihres Lebens zu hinterfragen. Im Laufe der Woche begegnet Kana unerwartet Hiro, ihrem ehemaligen Freund, der einst vorhatte, mit ihr Japan zu verlassen. Ihr Wiedersehen lässt eine ungelöste Sehnsucht wieder aufleben, erinnert Kana aber auch an die unterschiedlichen Entscheidungen, die sie damals getroffen haben. Gleichzeitig führen Erinnerungen an ihre Großeltern sie zu einem lange verborgenen Familiengeheimnis: Ihr Großvater war jahrzehntelang in eine andere Frau verliebt, obwohl er eine arrangierte Ehe mit Kanas Großmutter eingegangen war. Während Kana nach der Wahrheit sucht, wirft die Vergangenheit ein neues Licht auf all die Kompromisse und schweigend hingenommenen Verluste, die ihre Familie geprägt haben.
Es ist dies ein Herzensprojekt der japanisch-kanadischen Regisseurin Mayumi YOSHIDA, die hier nicht nur Regie führte, sondern den Film auch produzierte, das Drehbuch verfasste und die Hauptrolle spielte. Eine Kurzfilmversion von Akashi stand am Beginn der langen Reise zum fertigen Spielfilmdebüt, das auch auf ihrer tatsächlichen Familiengeschichte basiert. Die Rolle ihrer Großmutter wird von der erfahrenen Hana KINO verkörpert, bei Japannual 2023 in Ripples zu sehen. Für eine signifikante Nebenrolle konnte Yoshida die legendäre Chieko MATSUBARA gewinnen, die in jungen Jahren auch für Seijun SUZUKI und Kinji FUKASAKU vor der Kamera stand. Akashi hatte seine Weltpremiere beim Vancouver Film Festival, wo er einen Audience Award gewann. Darauffolgend erhielt der Film bei mehreren kanadischen Filmfestivals eine ganze Reihe von Auszeichnungen.